JörgSeidler

Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Allergologie • Akupunktur

Unser Leistungsspektrum

Wir sind vielseitig bei gleichzeitig hohem medizinischem Qualitätsanspruch.

Wir bieten Ihnen ein breites Leistungsspektrum. Neben den üblichen Diagnoseverfahren und Behandlungen im HNO-Bereich befassen wir uns unter anderem mit Allergologie, Akupunktur und Schlafscreening; auch Impfungen, Eigenbluttherapien, Tauchsportuntersuchungen und vieles mehr gehören zu unserem Angebot. Hier eine Liste unserer Leistungen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:

Dichotische Sprachtests dienen dazu, Störungen der Hörverarbeitung und Wahrnehmung zu diagnostizieren, die sogenannte auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS).

Bei nahezu allen Hörtests werden den Patienten akustische Reize in Form von Tönen, Silben oder Geräuschen angeboten und die Reaktionen darauf werden dann aufgezeichnet.

Durch die Hörprüfung kann Folgendes festgestellt werden:

  • Der Schweregrad der Hörstörung (Quantität)
  • Die Art der Hörstörung (Qualität)
  • Der Sitz der Hörstörung: Dabei unterscheidet man die Schallleitungs-Schwerhörigkeit und die Schallempfindungs-Schwerhörigkeit. Die Schallleitungs-Schwerhörigkeit entsteht im äußeren Ohr oder im Mittelohr. Die Schallempfindungs-Schwerhörigkeit stellt eine Störung der Wahrnehmung dar und entsteht entweder im Innenohr, im Hörnerv oder im Zentralnervensystem.
  • Die mögliche Ursache einer Hörstörung

Hauttests (Prick-Test, Intrakutantest, Scratch-Test, Reibtest und Epikutantest) sind das Fundament der Allergendiagnostik. Hier werden Proben verschiedener Substanzen (mögliche Allergene) auf die Haut aufgebracht und beobachtet, ob eine allergische Reaktion an dieser Hautstelle (Pustel oder Quaddel) auftritt. Zu beachten: 5 Tage vor einem beabsichtigten Hauttest sollten Antihistaminika oder Kortikosteroide gemieden werden, da diese Substanzen zu falschen Ergebnissen bei einem Hauttest führen können.

Hyposensibilisierung

Die einzige ursächliche Therapie von Allergien ist die Hyposensibilisierung (sinngemäß: „unempfindlich machen“). Die Idee dieser Behandlung ist es, dem Allergiekranken das für ihn aktuelle Allergen allmählich in steigender Dosis zuzuführen, um ihn so dagegen unempfindlich zu machen. Die Behandlung wird mit aufgereinigtem Allergenextrakt durchgeführt (Hyposensibilisierungslösung, die übrigens speziell für den einzelnen Patienten hergestellt wird). Im Laufe von meist drei Jahren bekommt der Patient langsam steigende Dosen dieser Allergenlösungen gespritzt (klassische Hyposensibilisierung) oder alternativ in Tropfenform verabreicht (orale Hyposensibilisierung).

Eine Hyposensibilisierung ist bei solchen Allergien zu empfehlen, deren Auslöser im Alltag nicht zu meiden sind, wie zum Beispiel Pollen, Milben, Schimmelpilze.

Die Erfolgsquote ist sehr hoch und liegt bei bis zu 80 %. Als Erfolg wird gewertet, wenn ein Patient nach der Behandlung zumindest deutlich beschwerdefreier ist.

Mit der Rhinomanometrie wird die Luftdurchgängigkeit der Nase gemessen durch Bestimmung der in einer Zeiteinheit durchströmenden Luftmenge oder durch Ermittlung des Strömungswiderstandes in der Nase.

Der Messbefund, der in einer Kurve niedergelegt wird, gibt Auskunft über den Grad der Atmungsbehinderung und über den Erfolg einer medikamentösen oder operativen Behandlung.

Die Tympanometrie dient der Messung des Mittelohrdrucks. Dabei werden im äußeren Gehörgang, in dem sich die Mess-Sonde befindet, verschiedene Drücke erzeugt: zuerst ein Unterdruck, dann der Druck, wie er im Mittelohr herrscht, und zum Schluss ein Überdruck. Solche Änderungen des Luftdrucks bewirken eine Veränderung der Spannung des Trommelfell-und Gehörknöchelchen-Apparats und damit eine Impedanzänderung. Der dabei gemessene reflektierte Schallanteil kann in einer Kurve aufgezeichnet werden, dem Tympanogramm. Mit dessen Hilfe kann der Arzt beispielsweise auf die Beschaffenheit des Trommelfells schließen und auf das Mittelohr.

Die Stapediusreflexprüfung: Wird ein Ohr des Patienten mit großer Lautstärke beschallt, so kommt es in beiden Ohren zur reflektorischen Kontraktion eines Mittelohrmuskels, des Stapediusmuskels. Dies geht mit einer Versteifung der Gehörknöchelchenkette einher, die sich messen lässt. Durch die Beschallung eines Ohrs und die Messung des reflektierten Schallanteils auf dem anderen Ohr lassen sich verschiedene Formen der Schwerhörigkeit erkennen.

Erkrankungen des Vestibulapparates, des zugehörigen Nervs und derjenigen Hirnabschnitte, in denen die „Zentralen“ zur Regulierung des Gleichgewichts liegen, können die Empfindung des Schwindels hervorrufen. Die Prüfung des Gleichgewichtsorgans erfolgt durch unterschiedliche Methoden, z. B. mit der Leuchtbrille nach Frenzel oder durch die Videonystagmusgraphie ()

Die Videonystagmusgraphie (VNG) ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Beantwortung von Spezialfragen in der Schwindeldiagnostik. Das Gleichgewichtsorgan wird dabei mit Luft künstlich gereizt, die Reaktionen werden beim Patienten mittels einer Videobrille abgeleitet und aufgezeichnet.

BERA ist eine Hirnstammaudiometrie, eine spezielle Art von „Computerhörtest“, die nachweisen kann, ob ein Hirnnerv (Nervus vestibulocochlearis) betroffen ist.

Diese Untersuchung ist besonders wichtig bei

  • Ohrgeräuschen (Tinnitus)
  • Schwindel
  • Hörsturz
  • Menière-Krankheit
  • Otosklerose oder
  • zum Ausschluss eines Akustikusneurinoms (gutartiger Tumor des Hörnervs)

Die Ableitung von Otoakustischen Emissionen stellt eine spezielle objektive Messung des Hörvermögens dar bei der Diagnostik vieler Ohrerkrankungen, z. B. bei der Hördiagnostik bei Babys und Kleinkindern oder der Diagnostik im Falle einer Tinnituserkrankung.

Für viele Patienten ist die Inhalation ein Schritt zur Linderung von Atemwegserkrankungen. Das Medikament wird durch ein Inhalationsgerät vernebelt und wird dann eingeatmet. So gelangt es an den Ort, an dem es wirken soll: die Atemwege. Die Wirkung wird schnell erreicht. Unerwünschte Nebenwirkungen der Inhalation treten nur sehr selten auf, da die Behandlung der Atemwege dabei weniger Wirkstoff- und Medikamentengabe erfordert als zum Beispiel bei der Einnahme in Tablettenform.

Ohrmikroskop
Foto: Hyposensibilisierung
Foto: Ohruntersuchung mit dem Otoskop
Foto: Inhalator für die Inhalationstherapie

Gesundheitsleistungen auf eigenen Wunsch

(üblicherweise keine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen)

Die Reizung von Akupunkturpunkten, vor allem mit Nadeln, ist wohl die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Am bekanntesten ist die Klassische Chinesische Akupunktur, die so genannte Körperakupunktur. Durch Reizung von genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im gesamten Organismus, also auch im Körperinneren, gelindert, oft sogar beseitigt werden.

Akupunkturpunkte

Die Punkte liegen auf den Leitlinien, die man als Meridiane bezeichnet. In ihnen kreist nach traditioneller chinesischer Auffassung die Lebensenergie „Qi“ mit ihren Anteilen Yin und Yang. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper als Gegenpole gleichzeitig wirksam. Ihr Gleichgewicht stellt den idealen Gesundheitszustand dar, ihr Ungleichgewicht führt zu Beschwerden und Krankheit. Betrachtet man die über den Körper laufenden Meridianbahnen, wird deutlich, dass auch Akupunkturpunkte, die fern des eigentlichen Schmerz- oder Krankheitsgeschehens liegen, bei der Behandlung eine wichtige Rolle spielen. Die Energie des gesamten Meridians als Funktionalität zu seinen zugeordneten Organen muss stabilisiert werden, um das Gleichgewicht wieder herzustellen und so die Krankheit wirkungsvoll zu behandeln.

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers dargestellt sind. Die Untersuchung der Ohrreflexzonen liefert Erkenntnisse zur Akupunktur-Therapie von Schmerzen und Beschwerden oder Funktionsstörungen des gesamten Organismus. Durch die kurzen Reizwege zum Gehirn tritt bei der Ohrakupunkturbehandlung eine besonders schnelle und wirkungsvolle Reaktion ein.

Wirkung

Die Akupunktur – und vor allem die Ohrakupunktur – bedient sich der Steuerzentrale des Menschen, des Gehirns. Alle Reize, die durch die Akupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den angesprochenen Körperteilen. Besonders die Ohrakupunktur ist aufgrund der kurzen Reflexwege zwischen der Ohrmuschel und den Schmerzzentren des Gehirns überaus wirksam bei der Schmerzbehandlung. Akupunktur wirkt vor allem bei gestörter Organfunktion heilend. Handelt es sich aber bereits um fortgeschrittene Zerstörung von Strukturen, kann auch mit Akupunktur nur noch eine Linderung der Beschwerden bzw. Schmerzen erreicht werden.

Von qualifizierten Ärzten angewendet, ist die Akupunktur eine praktisch risiko- und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode. Idealerweise ergänzen sich Akupunktur und Schulmedizin in Diagnostik und Therapie. In jedem Fall muss mit einer gründlichen Aufnahme der Krankengeschichte und einer klinischen Diagnostik durch den Arzt die Indikation zur Akupunktur individuell gestellt werden.

Eine rasche Entspannung bis hin zur schwebenden Leichtigkeit stellt sich als Sofortwirkung unmittelbar ein. Manche Patienten empfinden nach der Behandlung sofort Erleichterung ihrer Beschwerden, bei anderen dauert es bis zur spürbaren Reaktion etwas länger. Üblicherweise benötigt man mindestens vier bis fünf Sitzungen im Wochenrhythmus, bevor eine beständige Wirkung eintritt; meist sind insgesamt zehn Sitzungen notwendig.

HNO-Erkrankungen
  • Allergien, z. B. Heuschnupfen
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen
  • Mund- und Rachentrockenheit
  • Reisekrankheit
  • Gesichtsnervlähmung (Facialisparese u. a.)
  • Hörsturz/Tinnitus
  • Luftröhrenerkrankungen
  • Morbus Menière
  • Schwerhörigkeit
  • Schwindel
  • Speicheldrüsenerkrankungen
  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Stimm- und Sprechstörungen
Abwehrschwächen
  • Chronische Entzündungen (Mandeln, Mittelohr, Nasennebenhöhlen)
  • Erkältungen
Sonstige Indikationen
  • Störungen der Immunabwehr
  • Ekzeme, Neurodermitis
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Nikotinentwöhnung

Bei der Eigenblutbehandlung wird Blut aus der Vene entnommen und nach der Anreicherung mit ausgewählten homöopathischen Medikamenten dem Patienten in den Muskel injiziert. In Abhängigkeit von Art und Intensität der Beschwerden wird je nach Erkrankung ein Therapieplan erstellt; in der Regel erfolgt die Eigenblutbehandlung zwei- bis dreimal pro Woche in der ersten Woche, später dann einmal wöchentlich. Insgesamt erfolgen etwa 10 bis 15 Eigenblutbehandlungen.

Zur Eigenblutbehandlung besonders geeignete Erkrankungen sind:
  • Allergien
  • Hauterkrankungen
  • Infektanfälligkeit
  • Asthma
  • Colitis Ulzerosa, Morbus Crohn
  • Neurodermitis
  • u. v. a. m.
Was passiert bei der Eigenblutbehandlung?

Die Eigenblutbehandlung gehört zu den Umstimmungs- und Reiztherapien. Der gestörte Organismus soll wieder lernen, überschießende Reaktionen auf Reize (wie z. B. bei Allergien und Neurodermitis) auf ein gesundes Maß zurückzuführen und fehlende Regulationsmechanismen (z. B. bei Abwehrschwäche und chronischen Infektionen) harmonisch zu aktivieren. Blut ist vor allem Transportmittel für zahlreiche Stoffe, nicht nur für Sauerstoff, sondern ebenfalls für Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und auch für Kohlendioxid und Stoffwechselabfallprodukte. Gleichzeitig enthält das Blut eine Vielzahl individueller körpereigener Informationen über durchgemachte Erkrankungen, Belastungen mit Schadstoffen, Stoffwechselablagerungen oder spezielle Abwehrstoffe (Antikörper). Normalerweise verlässt das Blut das Gefäßsystem nicht; gelangen jedoch gewisse Blutbestandteile in Muskulatur oder Bindegewebe, treten Abwehrmaßnahmen auf – es kommt zur Aktivierung und Regulierung des Immunsystems. Blut ist also Informationsträger für das Immunsystem mit der Folge, dass die Abwehrsituation durch die Eigenblutinjektion optimiert wird.

Wirkorte der Eigenbluttherapie
  • Produktion von Antikörpern (Immunglobulinen)
  • entzündungshemmende Wirkung durch Aktivierung der weißen Blutkörperchen und Anstieg der entzündungshemmenden proteolytischen Enzyme
  • Reizung des vegetativen Nervensystems und Anregung der Drüsentätigkeit

Falls Sie weitere Fragen zur Möglichkeit und Wirkung der Eigenbluttherapie in Ihrem individuellen Fall haben, gebe ich Ihnen gern nähere Auskunft.

Foto: Rachenuntersuchung